Anleitung sowie Bügeltipps zum bügeln
Für die meisten ist Bügeln eine unliebsame Aufgabe. Entweder wollen die Falten nicht herausgehen
oder die Wäsche ist widerspenstig. Zudem nimmt Bügeln auch noch eine Menge Zeit in Anspruch, die
man doch viel besser mit anderen Dingen ausfüllen könnte.
Um das Bügeln zu erleichtern, hier ein paar wertvolle Tipps:
Sehr trockene Textilien lassen sich ganz schlecht bügeln. Waschen Sie deshalb Hemden immer separat.
Nicht mehr als 10 Hemden in die Maschine geben, so sind die Hemden dann leichter zu bügeln. Da die
Hemden weniger knittern, als wenn Sie die Maschine ganz voll machen.
Man sollte die Wäsche bügeln, wenn sie noch etwas feucht ist oder sie vor dem Bügeln einsprengen.
Verwenden Sie destilliertes Wasser zum einsprengen. Dampfbügeleisen halten damit sehr viel länger.
Dieses produziert bei richtiger Handhabung die nötige Feuchtigkeit selber. Wolle und Seide sind
empfindliche Materialien, sie dürfen nur zwischen zwei feuchten Tüchern gebügelt werden. Seide
sollte man nie einsprengen. Stellen Sie sich das Bügelbrett so auf, dass Sie aufrecht arbeiten
können! So schonen Sie Ihren Rücken!
- Bevor Sie mit dem Bügeln beginnen, sollten Sie bei einem Dampfbügeleisen um dieses zu entkalken
zunächst einige Male Dampf abgelassen. Kalkreste rieseln so von ganz alleine heraus.
- Wenn man über einem Bügelbrett eine widerstandsfähige Alufolie spannt und diese mit einem Moltontuch
abdeckt, wird die Hitze stärker reflektiert. Dadurch spart können Sie Strom sparen. Zuerst Kleinteile
bügeln, dann die größeren Stoffflächen, so werden die großen Flächen nicht gleich wieder verknittern.
- Auf die Bügeltemperatur kommt es an. In der Wäsche befinden sich Etiketten, auf denen die
Wasch- und Bügelhinweise zu finden sind. Achten Sie auf diese Hinweise und Sie werden lange Freude
an ihrem Kleidungsstück haben.
- Bestimmte Stoffe wie Kunstfasern, Seide und Wolle dürfen nur bei niedrigen Temperaturen gebügelt
werden. Um die richtige Bügeltemperatur einstellen zu können, sollte Sie für einige Stofftypen
die allgemeine Temperaturempfehlungen kennen. Diese können jedoch durch chemische Veredlung oder
Imprägnierung abweichen.
- Baumwolle und Leinen kann bei hohen Temperaturen gebügelt werden. Auf dem Bügeleisen
kann für diese Stoffe, ein Symbol mit drei Punkten darstellt sein. Kunstfasern, wie Nylon und Viskose, sollten nicht oder nur
bei sehr niedriger Temperatur gebügelt werden. Das entspricht dem Symbol mit einem Punkt auf dem Bügeleisen.
Wolle sollte nicht oder nur zwischen zwei feuchten Handtüchern, bei niedriger Temperatur gebügelt werden. Meist
ist es aber nicht nötig Wolle zu bügeln. Seide sollte auch wie Wolle nur bei niedriger Temperatur
zwischen zwei feuchten Handtchern bügelt werden. Aber die Seide nicht einsprengen, da Seide leicht Wasserflecken bekommt!
- Bügelreihenfolge beachten!
Zuerst sollten die Kleinteile gebügelt werden, damit die großen Flüchen nicht gleich wieder zerknittern.
Dann die größeren Stoffflächen bügeln. Bei Hemden und Blusen sieht das dann so aus: Erst den Kragen,
Manschetten, Ärmel, Schultern und dann den Rest samt Knopfleiste.
- Um Bodenkontakt bei größeren Textilien wie Bettwäsche oder Tischdecken zu vermeiden, stellt man
hinter das Bügelbrett zwei Stühle. Der gebügelte Teil der Wäsche fällt dann ziehharmonikaartig darauf.
- Soll die Textiloberfläche glänzen, wie zum Beispiel bei Tischwäsche, bügelt man die Wäsche von
rechts. Soll eine glänzende Oberfläche vermieden werden, zum Beispiel bei Kleidungsstücken, wird
von links gebügelt.
- Stickereien und Applikationen sollten auf einer weichen Unterlage zuerst von rechts und anschließend
von links gebügelt werden. So werden sie wieder besonders schön.
- Blusenärmel oder Röcke werden wieder schön glatt, wenn man die Bügeleisenspitze von den weiten
Teilen in die Enge führt. Hier kann ein Ärmelbrett von Vorteil sein.
- Beim Bügeln von Kleider-, Rock- und Hosensäumen nur die Bruchkante und nicht den eigentlichen
Saum bügeln. So vermeiden Sie, dass sich der Saum unschön durchdrückt.
Wer diese paar Tipps beachtet, kann beim nächsten Bügeln sicherlich ein besseres Endergebnis
vorweisen als bisher. Glatte Wäsche sieht ja auch gleich viel besser aus. Wer möchte schon
zerknittert herumlaufen? Hat man keine Zeit oder überhaupt keine Lust zum Bügeln,
kann man seine Bügelwäsche auch zu einem Bügelservice oder in die Heißmangel bringen.
Veröffentlichung: Ursula Reimann
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