Anschlussfinanzierung
Baut man ein Haus, verhält es sich mit dem Abbau des dafür aufgenommenem Kredit meist leider entgegengesetzt
zum eigentlichen Steine stapeln: mühevoll trägt man die Schulden ab und dank einer auf mehrere Jahre festgelegten Zinsbindung,
bleibt der Weg zu günstigeren Konditionen oftmals versperrt. Auch rät die Hausbank bei einer
Anschlussfinanzierung oftmals
von einem Bankwechsel ab, da die Kosten zu hoch seien. Doch Bauherren sind gut beraten, sich bezüglich der Anschlussfinanzierung
schon frühzeitig nach Kreditinstituten umzuschauen, deren Zinsen niedriger liegen als jene der Hausbank.
Je nach Hypothek können nämlich schon um Dezimalstellen günstigere Zinsen eine erhebliche Ersparnis ausmachen, welche der
Bauherr demnach beispielsweise zur Tilgung des Darlehens einsetzen kann. Dadurch verkürzt sich die Kreditlaufzeit und somit
auch der effektive Jahreszins der Hypothek. Insofern lohnt es sich für Bauherren, ebenso wie für Immobilienbesitzer, stets
ein Auge auf die Zinsentwicklung für Bauvorhaben zu werfen und somit ihre Anschlussfinanzierung so günstig wie möglich zu
gestalten.
Gerade auch, weil für Hausbanken die bürokratische und verwaltungstechnische Bearbeitung der Anschlussfinanzierung weitaus
günstiger ist, wäre es somit denkbar, dass Hausbesitzer sogar von ihrer Hausbank nach Ablauf der Zinsbindung günstigere
Konditionen eingeräumt bekommen. Zumindest sind Bauherren gut beraten, dies bei ihrem Baufinanzierer anzustoßen. Sollten
sie dort auf taube Ohren stoßen, empfiehlt es sich, mit bereits eingeholten Anschlussfinanzierungsangeboten anderer Banken
den eigenen Verhandlungsspielraum zu erweitern bzw. die eigene Position und Argumentation entsprechend zu stärken.
Autor: André Daub
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