Welche Fonds werden empfohlen?
Zu den beliebtesten Anlageformen in Deutschland gehören unumstritten die Aktien- und Rentenfonds.
In turbulenten Börsenzeiten erfreuen sich auch Geldmarktfonds als beliebte und sichere Geldanlage.
Sogenannte Dachfonds investieren dabei nicht in einzelne Wertpapiere, sondern in andere Fonds. Dabei
sollen gesetzliche Regelungen und strenge Auflagen das Risiko mindern. Dachfonds, die unter anderem
in Aktien-, Geldmarkt- oder Immobilenfonds anlegen, sind jedoch auch nicht vor Verlusten geschützt
und eignen sich daher für Anleger, die eher risikobereit sind.
Bei Aktienfonds werden alle gesammelten Anlegergelder in Aktien breit gestreut angelegt. Der Kauf
von vielen verschiedenen Aktienwerten wird dem Fonds-Manager durch hohe Anlagesummen ermöglicht.
Da die Kurse der im Aktienfonds befindlichen Aktien den täglichen Schwankungen unterliegen, gehört
diese Anlageform zu den eher spekulativen, weil sich der tägliche Wert der Fonds- Anteile verändern
kann. Die tatsächlich erzielte Rendite ermittelt sich so erst zum Ende der Laufzeit.
Mehr Sicherheiten dagegen bieten Garantiefonds. Gerade in eher unsicheren Zeiten bieten sie Anlegern
eine Sicherheitsgarantie, weil sie entweder eine Verlustgrenze ziehen, oder dem Anleger die Möglichkeit
bieten, bis zu einem gewissen Prozentsatz von Verlusten verschont zu bleiben. Etwas lockerer wird das
Konzept bei den sogenannten offenen Garantiefonds gehandhabt. Die Anleger können praktisch zu jedem
Zeitpunkt Fonds kaufen oder abstoßen. Allerdings greift dieses Schutzkonzept nicht immer sofort, sondern
ist abhängig vom jeweiligen Konzept des Investmentfonds. So kann es durchaus sein, dass dieser Schutz
erst zum Jahres- oder Laufzeitende zum Einsatz kommt.
Die Altersvorsorge- Sondervermögenfonds mischen Anleihen, Aktien und offene Immobilienfonds und sind
speziell für die Altersvorsorge gedacht. Diese fallen jedoch nicht in die staatliche Förderung nach
der Riester-Reform. Dieser Fondstyp eignet sich speziell für ältere Sparer, die nicht mehr über die
Zeit verfügen, Verlustphasen von anderen Fondsarten abzuwarten. Für jüngere Anleger, die zwischen 20
und 40 Jahre alt sind, eignen sich besser Aktienfonds aufgrund der höheren Renditeerwartung.
Übersicht von verschiedenen Fonds
Aktienfonds
In Aktienfonds zu investieren ist die typischste und die am weitverbreiteste Anlageform. Hier werden
die Gelder der Anleger von den Managern in viele verschiedene Aktien investiert. Die Streuung des
Fondsvermögens senkt das Kursrisiko des Investmentfonds. Im Idealfall gleicht der Kursgewinn eines
enthaltenen Titels den Verlust eines anderen aus. Aktienfonds sind zwar nicht so sicher vor dem Auf
und Ab an den Börsen, aber die Intensität der Kursschwankungen, ist
durch das monatliche anlegen wesentlicher geringer als bei einzelnen Aktien. Je nach Vorlieben kann
der Anleger sein Geld hauptsächlich in Deutschland, in Europa oder in der ganzen Welt anlegen. Er
kann sich auch für bestimmte Regionen, ein einzelnes Land oder eine Bestimmte Branche entscheiden. Umso
länger Investmentsparer die Anteile halten, desto sicherer lassen Aktienfonds in der Rendite alle
anderen Fondsarten hinter sich. Die meisten Manager legen das Geld der Anleger weltweit an. Der
Kunde hat keine Sorgen und muss keine Länderauswahl treffen, er hat durch die breite Streuung des
Vermögens ein geringeres Risiko als bei anderen Aktienfonds, wie zum Beispiel Länderfonds oder Technologiefonds.
Rentenfonds
Bei Rentenfonds legen die Anleger ihr Geld in fest- oder variabel verzinsliche Wertpapiere an. Der Vorteil internationaler
Rentenfonds besteht für den Anleger darin, dass er auch mit kleinen Beträgen von höheren ausländischen
Zinsen und möglichen Wechselkursgewinnen profitieren kann. Rentenfonds gelten allgemein als sichere
Geldanlage, weil die meisten ausschließlich Anleihen von guten Schuldnern kaufen oder sogar nur in
erstklassige Staatsanleihen investieren. Doch auch die Rentenfonds sind vor kurzfristigen Verlusten
nicht befreit. Wenn die Zinsen am Kapitalmarkt steigen, drückt das den Wert der Rentenfonds nach unten.
Bei internationalen Fonds besteht sogar das Risiko von Wechselkursverlusten. Die Anteile werden genau,
wie in den Aktienfonds breit gestreut um das Risiko vor Verlusten zu senken.
Geldmarktfonds
Anleger die ihr Geld in Geldmarktfonds anlegen, investieren in Bankguthaben und so genannten Geldmarkpapiere. Das sind fest- und variabel
verzinsliche Papiere mit einer Laufzeit von höchstens zwölf Monaten. Für Privatanleger sind Geldmarktfonds
eine Alternative zur kurzfristige verzinslichen Direktanlage bei Banken. Die Rendite der Geldmarktfonds
orientiert sich an den Sätzen, die am Interbankenmarkt gezahlt werden. Dort beschaffen sich Banken, der
Staat und Großunternehmen kurzfristig benötigtes Geld. Die Gefahr von Verlusten ist sehr gering, weil
die Wertentwicklung der Geldmarktfonds sich immer in der Nähe der Zinsen am Geldmarkt bewegt. Und weil
aus den Geldmarktpapieren regelmäßig Zinsen fließen, steigt der Wert stetig und ohne große Schwankungen an.
Gemischte Fonds
Bei gemischten Fonds investieren die Anleger in Aktien, in kurz oder lang laufende Anleihen verschiedener
Währungen und Regionen und halten Geldmarktfonds. Die Mischung der Anteile der verschiedenen Anleihen kann
das Fondsmanagement meisten frei bestimmen. Gemischte Fonds sind für Anleger geeignet die sich nicht selber
um die Anlagenform kümmern möchten und dem Fondsmanagement vertrauen. Der Anleger gibt sein Geld dem
Management und erteilt ihm die Befugnis, daraus das Beste zu machen. Gemischte Fonds schneiden in der
Regel weniger gut ab, als reine Aktienfonds.
Offene Immobilienfonds
Offene Immobilienfonds bieten dem Anleger mit einem kleineren Geldbeutel die Möglichkeit, sich an Immobilien
zu beteiligen. Die Fonds investieren in verschiedene Immobilien, wie Büro- und Geschäftshäuser,
Einkaufszentrum und Sportstätten. Der Anleger profitiert vom langfristigen Wertzuwachs dieser Gebäude
und von den regelmäßigen Mieteinnahmen. Der Wert dieser Fonds entwickelt sich in der Regel mit ca. 6%
von einer Laufzeit von 5 Jahren. Offene Immobilienfonds lohnen sich daher eher für Anleger die sich nicht
sicher sind, wie lange sie ihr Geld überhaupt in Fonds anlegen möchten.
AS-Fonds, Garantiefonds und Dachfonds
AS-Fonds Garantiefonds und Dachfonds sind so genannte Altersvorsorge-Anleihen. Sie sind wie die
gemischten Fonds, nur das der Gesetzgeber bei den AS-Fonds Garantiefonds und Dachfonds vorschreibt in wie weit
die Grundstrukturierung der einzelnen Anteile aus Aktien, Immobilien, Geldmarktanleihen bestehen soll.
AS-Fonds werden vom Anleger eher für ihre Sparpläne genutzt. Bei den so genanten Garantiefonds werden
dem Anleger eine so genannte „Geld-zurück-Garantie“ oder eine Mindestrendite vom Management angeboten. Durch diese
Versprechungen der Manager werden die Anteile eher vorsichtig ausgewählt, was zu einer geringen Wertsteigerung
der Anteile führt.
Autor: Benno Fuhrmann
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