Hilfe bei Asthma
Das Asthma ("Asthma bronchiale") ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege.
Rund zehn Prozent der Kinder und vier bis fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden an dieser
Krankheit.
Bei der Atmung strömt die Luft die durch Mund und Nase aufgenommen wird durch die Luftwege, von dem
Nasen – Rachen - Raum über den Kehlkopf in die Luftröhre. Sie wurde auf die richtige
Temperatur und Feuchtigkeit gebracht und von Staub und Bakterien befreit. Die Luftröhre teilt sich
in zwei Stammbronchien, die je zu einer Lunge ziehen und sich in die einzelnen Lungenlappen weiter verzweigen.
Innerhalb der Lungenlappen entstehen durch weitere Verästelungen zunächst kleinere Bronchien, dann
die Bronchialen, die schließlich über die Alveolargänge in den Lungenbläschen (Alveolen)
enden. Hier findet der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid statt.
Bei Asthmatikern reagiert das Bronchialsystem übermäßig stark auf äußere Reize
oder innere Einflüsse. Sie führen dazu, dass sich die Bronchialschleimhaut entzündlich
anschwillt. Die Absonderung von zähem Schleim, welche die Bronchien verstopft, ist erhöht.
Die ringförmig verlaufende Muskelschicht unter der Schleimhaut wird dicker und verkrampft. Diese
drei Veränderungen, die bronchiale Entzündung, die verstärkte Schleimhautabsonderung und
die Verkrampfung der Bronchialmuskulatur führen schließlich zu Verengung der Bronchien und
den typischen Asthmabeschwerden, wie Atemnot, Husten und Kurzatmigkeit.
Die Dauer eines solchen Anfalls kann wenige Sekunden bis mehrere Stunden sein.
Allergische und das nicht allergische Asthma
Nach den auslösenden Bedingungen werden zwei Hauptformen unterschieden, das allergische und das
nicht allergische Asthma.Das allergische Asthma wird vor allem durch eingeatmete Allergieauslöser
(Allergene) ausgelöst, aber auch durch Nahrungsmittel und Arzneimittel. Diese Asthmaform ist bei
Kindern am häufigsten.
Das nicht allergische Asthma kommt häufiger bei Erwachsenen vor und wird durch Atemwegsinfekte,
eingeatmete Schadstoffe, durch Kälte- oder Wärmereize und durch körperliche Anstrengung
ausgelöst. Häufig handelt es sich bei Asthma um eine Mischform aus allergischem und nicht
allergischem Asthma.
Einteilungsstufen vom Asthma
Asthma wird in vier Stufen eingestuft, je nachdem wie häufig die Patienten von ihren
Anfällen geplagt werden.
1. Stufe
Beim ersten Stufe sind es die leichten Fälle des Asthmas. Hier leiden die Patienten tagsüber
seltener als einmal in der Woche an Anfällen. In der Nacht kommen sie höchstens zweimal
im Monat vor. Hierbei sprechen Ärzte vom intermittierenden, unregelmäßig auftretenden Asthma.
2. Stufe
Bei der zweiten Stufe leiden die Betroffenen am Tage mindestens einmal in der Woche an Anfällen.
In der Nacht kommen sie häufiger als zweimal im Monat vor.
3. Stufe
Die Patienten der dritten Stufe leiden täglich an den Symptomen. Die nächtlichen Beschwerden
treten öfters als einmal im Monat auf.
4. Stufe
Die vierte Stufe ist die schlimmste. Patienten dieser Stufe müssen täglich um Luft ringen.
Auch in der Nacht treten häufig Anfälle auf.
Medikamente gegen Asthma
Asthma kann man nicht heilen. Aber bei passender medikamentöser Behandlung können die
Asthmatiker ein relativ unbeeinträchtigtes Leben führen. Bei den Medikamenten unterscheidet
man zwischen Bedarfsmedikamente, wodurch sich die Bronchien kurzzeitig verengen und den
Patienten für ca. zwei Stunden von der Atemnot befreien, und den Langzeitmedikamenten,
die von den Patienten vorbeugend eingenommen werden müssen um Anfälle mit akuter Atemnot zu verhindern.
Neben den Medikamenten kann auch eine Atemschulung sinnvoll sein, um Pressatmen oder zu schnelles
Atmen zu vermeiden. Dort wird das Atmen mit gespitzten Lippen, den Schleim abhusten und den
Einsatz von Klopfmassagen gelehrt. Dadurch erlernt man selbstständige Therapiemaßnahmen
und gewinnt zusätzliche Sicherheit im Umgang mit Asthma.
Hier ein paar Tipps um Asthmaanfälle vorzubeugen:
Es wird empfohlen ein Asthmatagebuch zu führen, um herauszufinden unter welchen Umständen
der Anfall auftritt. Diese Situationen sollte man dann in der Zukunft meiden.
Man sollte nicht Rauchen und versuchen auch Passivrauchen zu vermeiden. Für die Bronchien sind
das starke Reize, wodurch eine Verkrampfung ausgelöst bzw. verstärkt werden können.
Regelmäßiges körperliches Training wird dringend empfohlen. Dazu eignet sich
schwimmen am besten. Es sollte aber mit dem Arzt vorher abgesprochen werden.
Sich konsequent vor Infektionen schützen, auch mit Hilfe der Grippeschutzimpfung.
Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Schleim dünnflüssiger zu machen.
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