Auslöser von Allergien
Mit großer Besorgnis stellen Ärzte fest, dass immer mehr Patienten mit Heuschnupfen, Asthma,
Nesselsucht, Neurodermitis oder Kontaktekzemen ihren Rat suchen. Dabei ist die Dunkelziffer
sehr groß. Nahrungsmittelallergien, die unterschiedliche Symptome zeigen wie z.B.
Befindlichkeitsstörungen, Müdigkeit, Benommenheit, Konzentrationsschwäche, Reizbarkeit,
Überaktivität, Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Depressionen, Herzrhythmusstörungen,
Übergewicht, Verstopfung, Durchfall, oder rheumatische Gelenkbeschwerden werden häufig
nicht erkannt. Davon abgesehen zeigen sich zunehmend unzufrieden und suchen Hilfe
im „alternativen Bereich“
Eine Allergie ist nicht eine Krankheit wie jede andere auch. Bakterien kann man mit einem
Medikament vernichten, die Auslöser von Allergien jedoch nicht. Allergien haben mit uns
selbst zu tun, mit unserem Verhalten, mit unserer Umwelt und ihren Einflüssen. Die
alarmierende Zunahme allergischer Erkrankungen lässt uns Rückschlüsse auf eine
besorgniserregende Entwicklung in unserem Industriezeitalter ziehen. Wer an einer Allergie
leidet, leidet auch an unserer Zeit. Wer nicht an einer Allergie leiden möchte muss
etwas ändern. Unser Denken war bisher von unermesslichen technischen Möglichkeiten geprägt,
die uns Arbeitserleichterungen und Lebensbequemlichkeit bescherten.
So stehen uns heutzutage unzählige pharmazeutische Präparate zur Verfügung, um Husten,
Schnupfen, Fieber, Durchfall, Schmerzen und Entzündungen zu bekämpfen. Diese Symptome
sind jedoch meistens Ausdruck natürlicher Heilreaktionen des Körpers, durch die er sich
von den Krankheitsstoffen befreien will. So ist beispielsweise wissenschaftlich nachgewiesen,
dass Fieber Viren durch die erhöhte Temperatur abtötet und zusätzlich die körpereigene Abwehr
aktiviert. Wenn wir durch Medikamente diese Heilreaktionen unterdrücken, stören wir unseren
Organismus bei der Bekämpfung der Krankheit.
Die biologische Medizin macht es sich zur Aufgabe, durch natürliche Mittel, also beispielsweise
durch Wickel und Bäder, pflanzliche und homöopathische Arzneien, die Heilungsvorgänge in unserem
Körper zu stärken und den „innerlichen Arzt“ zu unterstützen. Dies gilt auch für chronische
Krankheitsverläufe wie Rheuma, Allergien, Infektanfälligkeit oder Furunkulose. Durch eine
Behandlung, die die Körperfunktionen harmonisiert und umstimmt und das Immunsystem stärkt,
unterstützt durch eine vitalstoffreiche, auf Vollwertkost basierende Ernährung, lässt sich
hier eine überraschende Wende mit der biologischen Behandlung, der Symptome zum Besseren erreichen.
Wodurch werden Allergien ausgelöst?
Die unterschiedlichsten Substanzen aus der Natur und aus unserer heutigen Chemikalien-Küche
kommen als Auslöser allergischer Erkrankungen in Frage. Die Möglichkeiten sind hier unvorstellbar
vielfältig und jeder Betroffene hat seine ganz spezielle Zusammensetzung von Allergenen, die bei ihm eine
Allergie auslösen.
Am besten wäre es, den Allergenen aus dem weg zu gehen, denn wenn kein Allergen vorhanden ist,
kann der Körper nicht reagieren. Das ist zwar selten möglich, aber selbst wenn es nur gelingt,
die Allergen-Intensität zu mindern, wird schon einen Entlastung des Organismus erreicht.
Zwar gibt es Tests, um festzustellen, worauf der einzelne allergisch reagiert, jedoch kann man
auf vieles auch durch Eigenbeobachtung kommen und selbst eine Menge unternehmen, um im
persönlichen Umfeld für größtmögliche Allergiearmut zu sorgen.
Im Folgenden möchte ich Ihnen wenigstens die wichtigsten Möglichkeiten aufzählen, durch die
eine Allergie ausgelöst oder unterhalten werden kann.
Schimmelpilze:
Gerade die Schimmelpilz-Allergie ist weitverbreitet und tritt heutzutage immer häufiger auf.
Die Pilzsporen werden eingeatmet, das in ihnen enthaltene Allergen führt zur Ausschüttung von
Histamin in den Mastzellen der Bronchialschleimhaut. Husten, Verschleimung und Atemnot sind
die Folge. Schimmelpilze kommen überall in der Natur vor, wo es Feuchtigkeit, Schmutz oder
faulendes Material wie Laub, Erde oder Müll gibt. In den Wohnungen breiten sie sich an
Fenstern und an Topfpflanzen, an feuchten Wänden, auf Tapeten, in Betten und Matratzen,
in Kellern und auf Speichern aus. Auch Schwimmbäder, Gewächshäuser, Badezimmern und Tierställen
sind bevorzugte Brutstätten des Schimmelpilzes. Klimaanlagen und Luftbefeuchter begünstigen
seine Ausbreitung. In den Monaten Februar, März, August und September werden die meisten Sporen
gebildet. Auch auf Lebensmitteln, vor allem auf Obst und Gemüse, Trockenfrüchten, Nüssen, Getreide,
Käse, Hefe, Sauerkraut können Sporen des Schimmelpilzes auftreten. Auch alkoholischen Getränken
wie Wein, Bier oder Sekt können mit Schimmelpilzen verunreinigt sein, ohne das man etwas davon sieht.
So bekämpfen Sie den Schimmelpilz:
- zunächst müssen die Ansiedlungsorte des Schimmelpilzes bereinigt werden
- in Drogerien gibt es Mittel zu kaufen, die Schimmelpilze abtöten
- Zimmerpflanzen sollten öfters gereinigt werden
- Obst und Gemüse sollte vor den Verzehr immer gewaschen werden
- Machen Sie einen Bogen um Tierställe, Zoos, Gewächshäuser
- Gehen Sie im Herbst nicht im Wald spazieren
Milben:
In unseren Breiten sind Milben heimliche Untermieter jeder Wohnung. Mit Vorliebe nisten sie
sich in Matratzen, Bettzeug, Kissen, in Teppiche, und Kuscheltiere ein. Günstige
Klimabedingungen für die Entwicklung sind eine Raumtemperatur zwischen 15°C und 30°C und
eine Luftfeuchtigkeit von 75 Prozent. Zwischen Mai und Oktober vermehren sie die Milden
besonders stark. Das eigentliche Allergen stellt dabei nicht die Milbe selbst sondern ihr
Kot dar. Er wird während der Sommerzeit in zunehmenden Masse produziert, so das sich im Herbst
die Beschwerden verstärken.
So bekämpfen Sie die Milben:
- trennen Sie sich von alten Matratzen, Kissen und Postermöbel
- Sie sollten Ihre Wohnung öfters gründlich saugen
- mit dem Acarex-Test aus der Apotheke können Sie den Milbenbefall in Ihrer Wohnung selbst testen
Hausstaub:
Die Milben-Allergie lässt sich wie die Schimmelpilzallergie nicht von der Allergie gegen
Hausstaub trennen, da sich die Milbenexkremente und die Pilzsporen zusammen mit dem Staub verbreiten.
So schützen Sie sich vor Hausstaub:
- vermeiden Sie alle Staubfänger in Ihrer Wohnung
- Böden sollten Sie besser wischen statt fegen
- stellen Sie Ihre Bücher in geschlossene Regale
- geprägte und Textiltapeten sind wahre Staubfänger
- benutzen Sie Staubsauger mit Spezialfilter oder Wasserbehälter
Tiere:
Tierhaare und Hautschuppen, aber auch Exkremente und Speichel von Tieren stellen ein häufiges
Allergen dar. Das gilt für Hunde und Katzen, Pferde und Kühe, Hasen, Meerschweinchen, Goldhamster
und Vögel.
Auch bei einer Tierhaar-Allergie gibt es unterschiedliche Grade. In leichten Fällen treten
Symptome nur auf, wenn das Tier start haart. Bei einer schweren Allergie, reagiert der Allergiker
mit Schnupfen, Asthma, Husten oder Neurodermitis sogar dann, wenn er mit einer Person zusammenkommt,
die ein Tier zu Hause hält. Geringe Mengen an Tierhaare oder Schuppen an der Kleidung genügen bereits,
um solche Reaktionen auszulösen.
So schützen Sie sich vor einer Tierallergie:
- halten Sie sich keine Tiere, wenn Sie allergisch reagieren
- vermeiden Sie den Kontakt mit tierischen Produkten wie Wollkleidung, Pelzmänteln,
Wolldecken, Wollteppichen, Felle als Bettvorleger, Zudecken aus Schurwolle, Matratzen mit Schafwollauflagen
Pollen:
Die Allergie gegen Pollen, die männliche Keimzelle der Blütenpflanzen, ist eine weitverbreitete
Plage. Sie verursacht Heuschnupfen, der also keinesfalls nur auf Heu beschränkt ist und Asthma.
Außerdem kann eine Pollenallergie die Neurodermitis verstärken.
Es gibt keinen wirklichen Schutz gegen die Allergen der Pollenallergie.
Sie sollten immer auf den Pollenwarndienst achten der über Radiosender oder Fernsehersender
gesendet wird. Es gibt auch bei der Auskunft einen Telefonservice der Ihnen die Gebiete mit
Pollenwarnung, in Ihrer Nähe aufzählt.
Da der Pollenflug meist morgens um 4 Uhr beginnt sollten Sie Ihre Fenster schon vorher schließen.
Beziehen Sie die Blütezeiten mit in Ihre Urlaubsplanung ein. Im Süden ist der Frühling ein
bis zwei Monate früher als im Norden. Auf Helgoland oder im Hochgebirge oberhalb der
Laubbaumgrenze dürfte es Ihnen erheblich besser gehen.
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