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Informationsportal24 - Gesundheit

 

Bluthochdruck

Bluthochdruck wird in fachlichen Kreisen als Arterielle Hypertonie bezeichnet. Es ist ein Krankheitsbild, wobei eine chronische Blutdruckerhöhung entsteht. Etwa 10 - 30 Prozent der Menschen sind altersbedingt davon betroffen. Nach Kriterien der Welt-Gesundheits-Organisation WHO liegt der Blutdruckgrenzwert bei einem systolischen Blutdruck, der höher ist als 120 mmHg, oder bei einem diastolischen Blutdruck, der höher als 80 mmHg ist. Eine Hypertonie, also Bluthochdruck, ist ab einem systolischen Blutdruckwert über 140 mmHg oder einem diastolischen Blutdruckwert über 90 mmHg.

Bei den Ursachen für Bluthochdruck wird unterschieden zwischen der primären und der sekundären Bluthochdruckerkrankung. Sie kann einerseits als Folge einer Erkrankung auftreten, andererseits kann sie auch die Erkrankung selbst sein. Bei etwa 5 - 15 Prozent aller Bluthochdruckerkrankten ist die Ursache hierfür eine andere Grunderkrankung. Hierzu zählen allerdings nicht die vorübergehenden Blutdruckerhöhungen, die durch eine Erkrankung, einer Schwangerschaft oder durch Medikamente entstehen. Beispielsweise können chronische oder akute Nierenentzündungen oder des Nierenbeckens, sowie Bildung von Zysten oder Verengungen der Gefäße in den Nierenarterien Bluthochdruck als Folge mit sich bringen. Eine Ursache hierfür können ebenso Störungen im Hormonhaushalt sein. Erkrankungen wie zum Beispiel das adrenogenitales Syndrom, Phäochromozytom oder eine Akromegalie führen zu Störungen im Hormonhaushalt und führen zu Bluthochdruck.

Etwa 8 Prozent der Fälle leiden am Conn-Syndrom, wobei unterschieden wird zwischen der klassischen Form und der normokaliämischen Form. Bei einer angeborenen Missbildung der Hauptschlagader (Aortenisthmusstenose) ist die Verengung von der Hauptschlagader in dem Aortenbogen, die Schlagader direkt oberhalb des Herzens ist also gekrümmt, wobei der Blutdruck stark ansteigt. Mit etwa 90 - 95 Prozent ist der Großteil der Patienten mit einem primären und essentiellen Bluthochdruck, welcher von langer Dauer ist oder unter Umständen auch lebenslang andauert. Hierbei muss der Patient mit blutdrucksenkenden Mitteln behandelt werden. Da hierbei die Ursachen multifaktoriell und weitgehend ungeklärt sind, darf die Diagnose hierzu erst gestellt werden, wenn alle anderen Ursachen in jedem fall ausgeschlossen werden können. In der Regel treten keine Symptome auf, doch bei Blutdruckwerten, die mäßig erhöht sind, können Kopfschmerzen, Nasenbluten, Schwindel oder eine Abgeschlagenheit auftreten und bei sehr stark erhöhtem Blutdruck Luftnot, Angina pectoris, Sehstörungen so wie Übelkeit.

Zu den Folgen von Bluthochdruck gehören unter anderem Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Er ist ein Risikofaktor bei der Entstehung von Arteriosklerose. In Zusammenhang mit starkem Übergewicht, Fettstoffwechselstörungen oder Diabetes mellitus besteht eine extrem hohe Gefahr, dass der Patient im Laufe seines Lebens an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung erleidet. Todesursachen, wie Herzinfarkt, Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, Schlaganfall, Nierenversagen und Arterielle Verschlußkrankheit, stehen im Zusammenhang mit Bluthochdruck. Die Deutsche Hochdruckliga gibt an, dass 50 Prozent aller weiblichen Todesfälle und 45 Prozent aller männlichen Todesfälle auf solche Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen sind. Außerdem können weitere langfristige Organschäden auftreten, wie zum Beispiel eine Veränderung der Netzhautgefäße in den Augen. Hierbei können ein Fundus hypertonicus oder auch die seltenere hypertensive Retinopathie bei einer Bluthochdruckkrise auftreten. Anhaltender hoher Blutdruck kann zu Schädigungen der Niere führen, wobei folglich die Nierenfunktion beeinträchtigt wird. Eine hypertensive Krise bei Blutdruckwerten höher als 220 / 120 mmHg ist eine Fehlregulation vom Blutdruck, die plötzlich im Kreislaufsystem aufgetreten ist.

Es gibt verschiedene Maßnahmen, die man als Bluthochdruck-Betroffener treffen sollte. Eine Veränderung im Lebensstil spielt hierbei eine sehr wichtige Rolle, sowohl bevor eine medikamentöse Therapie begonnen wird, als auch während einer Behandlung. Verschiedene Möglichkeiten einer Blutdrucksenkung wurden beim Beenden des Rauchens, bei einer Gewichtsreduktion, bei Reduzierung des Alkoholkonsums, bei körperlicher Bewegung (Sport), bei der Reduktion vom Kochsalzkonsum, so wie bei gesunder Ernährung (wenig Fett, viel Obst und Gemüse) nachweislich festgestellt. Mit einer medikamentösen Therapie sollte begonnen werden, wenn zu dem Bluthochdruck auch noch andere Risikofaktoren, bereits Organschäden oder eine Herz-Kreislauf-Erkrankung besteht oder der gewünschte Erfolg einer Änderung im Lebensstil ausgeblieben ist. Zu den Substanzgruppen, die als Antihypertonika wirken, gehören ACE-Hemmer, Betablocker, AT1-Antagonisten, Diuretika, Reninhemmer, Calciumantagonisten, Alphablocker, Kaliumkanalöffner, NO-Donatoren und a2-Agonisten.

Die Auswahl der Medikamente entscheidet sich je nach dem Alter und der Begleiterkrankung des Patienten. Hierbei gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Ratsam sind einfache Schemata, wobei in der Regel nur ein Präparat vom Arzt verschrieben werden sollte. Bei einer so genannten Monotherapie wird nur ein Präparat angewendet, welches jedoch in den meisten Fällen mehrmals gewechselt wird, bis sich eines gefunden, welches die gewünschte Wirkung erzielt und ebenso keine beachtlichen Nebenwirkungen mit sich bringt. Tritt jedoch nach etwa 2-3 Monaten kein Erfolg in der Therapie ein, sollte eine Zweifachkombination an Medikamenten begonnen werden. In besonders schweren Fällen wird auch eine Dreifachkombination angewandt. Bringen diese Maßnahmen auch nichts, sollte ein extrem stark wirkendes Diuretikum (Vasodilatator und Alphablocker) angewendet werden. Dies wirkt grundsätzlich immer, jedoch ist diese Kombination nur sehr schwer verträglich. Außerdem gibt es noch eine nicht-medikamentöse Therapiemöglichkeit mit dem blutdrucksenkenden Wirkstoff, der Aminosäure Arginin.

 







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