Gefahren und Auswirkungen vom Rauchen
Für viele Raucher ist das Rauchen eine Art von Wohlgefühl, bei der sie sich entspannen
und auf eine ruhige Art von ihrem Stress abschalten können. Rauchen gibt ihnen zwar auf
den ersten Blick ein Gefühl von Ruhe, aber nicht das Rauchen an sich, sondern eher die
psychische Gewohnheit am Rauchen, die mit jedem Zug gestillt wird, wird so beruhigt.
Viele Raucher verbinden ihre Alltagssituationen mit dem Rauchen so sehr, dass sie sich
nicht mehr vorstellen können, ihren täglichen Tagesablauf ohne Rauchen verbringen zu können.
Dabei werden leider auch die Nebenwirkungen von dem größten Teil der Raucher vergessen.
Passivrauchen
Die Gefahren beim Passivrauchen sollte man nicht unterschätzen. Wenn eine Zigarette verbrennt
entstehen etwa 2 Liter Rauch. Die Konzentration der krebserzeugenden Stoffe gegenüber der Konzentration
des Rauches, die der Raucher direkt beim Rauchen einatmet, ist bis zu 130-mal größer.
Bei längerem einatmen dieses Rauches, ist es im Vergleich so, als wenn man 5 Zigaretten pro Stunde
rauchen würde. Was für ein Nichtraucher eine unvorstellbare Menge bedeuten würde. Die häufigsten
Anzeichen des Rauches bei Nichtrauchern durch das Passivrauchen sind Augenbindehautreizungen,
Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit.
Nebenwirkung vom Rauchen
Krebs
Durch das Rauchen kann Krebs vermehrt im Körper auftreten. Dabei können u.a. Organe
wie Lunge, Mundhöhle, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Luftröhre, Bauspeicheldrüse,
Nieren, Blase, Darm, Blut betroffen sein. Es ist schon schockierend, wenn man hört, dass die Chance einen
Lungenkrebs zu überleben bei 10 % liegt. Ca. 90 % der an Lungenkrebs erkrankten Personen sind
Raucher und ca. 30-40% aller Menschen, die an Krebs gestorben sind, waren Raucher.
Chronische Bronchitis
Chronische Bronchitis ist eine Erkrankung mit Husten und Auswurf der Atemwege. Der Teer im Tabak
verklebt die Flimmerhärchen der Atemwege, die so den Staub, der in der Lunge gelangt ist, nicht
mehr heraus befördern können. Dadurch entsteht mit der Zeit die chronische Bronchitis, auch Raucherhusten
genannt. Sobald man mit dem Rauchen aufhört, verringert sich dieser Husten bis er meist ganz verschwindet.
Emphysem
Emphysem (Lungenblähung) kommt meistens zur chronischen Bronchitis hinzu. Bei der Emphysem
wird im Spätstadium des Atemzug nicht mehr die gesamte verbrauchte Luft aus der Lunge ausgestoßen.
Die Lungenbläschen werden beim ausatmen nie ganz geleert, vergrößern sich mit der Zeit und können dadurch
sogar platzen. Im Verlauf der Krankheit wird das engmaschige Netz des Lungengewebes immer gröber
und die Zahl der funktionsfähigen Lungenbläschen nimmt ab. Dabei verringert sich die Lungenoberfläche
und die Möglichkeit, Sauerstoff aufzunehmen. Patienten mit diesem Leiden müssen schneller atmen
und können in schwierigen Fällen, nur noch mit Sauerstoff aus Atemgeräten überleben.
Raucherbein
Raucherbein - so nennt man die Gefäßverengungen und Gefäßverschlüsse der Beinarterien. Wobei diese
Verengungen zu starken Schmerzen beim gehen führen. Im Ruhezustand reicht die Durchblutung meistens
noch aus, um die Beinarterien mit sauerstoffreichen Blut zu versorgen. Beim Laufen jedoch kann nicht
mehr das volle Volumen in die Arterien befördert werden, was den Betroffenen durch die entstehenden
starken Schmerzen zum Stehen bleiben bewegt. Wer diese Gefahrenanzeichen nicht ernst nimmt und nicht
sofort mit dem Rauchen aufhört, muss mit größeren Beschwerden bis hin zu ernsthaften gesundheitlichen
Schäden rechnen. Diese können bis zur Amputation der Beine führen.
Herz- und Kreislaufkrankheiten
Herz- und Kreislaufkrankheiten sind die häufigste Todesursache bei Rauchern. Dazu gehören zum Beispiel
die Angina pectoris (die Vorstufe vom Herzinfarkt), der Herzinfarkt selber, sowie der Herztod. Durch
das Rauchen verengen die Blutgefäße im Körper, davon sind vor allem die Arterien des Herzens, des
Gehirns und der Gliedmassen betroffen. Das Herz muss mehr leisten um das Blut durch die verengten
Gefäße zu transportieren. Das wiederum, ein ansteigen des Blutdruckes zur Folge hat. Bei Rauchern
liegt das Durchschnittsalter des Erstinfarkts durchschnittlich 10 Jahre vor dem des Nichtrauchers.
Herzinfarkte vor dem 40. Lebensjahr betreffen fast nur Raucher.
Rauchen - Tipps zum aufhören
- Machen sie sich über die Nachteile des Rauchens und die Vorteile des Nichtrauchens bewusst.
Rauchen ist gesundheitsschädlich, wenn man erstmal aufgehört hat, wird man sich schnell besser
und wohler fühlen. Die täglichen Arbeiten werden außerdem leichter für sie zu bewältigen sein.
- Suchen sie sich einen Zeitpunkt, bis wann sie mit dem Rauchen aufhören möchten.
In der Vergangenheit hat es sich bei vielen Rauchern gezeigt, dass der Zeitpunkt innerhalb
der nächsten 3 Wochen, der beste ist um mit dem Rauchen aufzuhören. Wobei es am leichtesten
sein soll, von jetzt auf gleich aufzuhören. Damit der Stellenwert der Zigarette nicht unnütz erhöht wird.
- Erzählen sie ihren Mitmenschen (Freunden, Verwandten, Arbeitskollegen), dass sie mit dem Rauchen
aufhören werden. Das festigt ihren innerlichen Glauben, es den anderen "zu zeigen". Vielleicht
finden sie ja auch so noch jemanden, der mit ihnen mit zieht und auch beschließt, mit dem Rauchen aufzuhören.
- Suchen sie sich eine Beschäftigung, die sie von den Gedanken an die Zigarette abhält. Entfernen
sie alle Rauchutensilien in ihrer Umgebung und versuchen sie, wenn es geht die Situationen
bei denen sie immer geraucht haben zu vermeiden.
- Versuchen sie vermehrt zu trinken. Probieren sie doch mal neue Säfte und Wasser aus. Stellen
sie sich immer eine Flasche Wasser mit ans Bett.
- Gönnen sie sich eine Belohnung von dem gesparten Geld, dass sie sonst für Zigaretten ausgegeben hätten.
- Gehen sie mehr an die frische Luft und versuchen sie mehr Sport zu treiben. Evtl. zum Fahrradfahren,
Joggen oder zum Nordic-Walking, dabei tun sie auch noch was Gutes für ihre Ausdauer und Kondition.
Und beugt so leichten Gewichtszunahmen vor.
- Versuchen sie vermehrt gesunde, ausgewogene Ernährung, wie Obst und Gemüse zu sich zu nehmen.
Auch ein Stück Schokolade dürfen sie sich ab und zu gönnen.
- Verweiden sie soweit es geht, die Situationen in ihrem Alltag, bei denen sie immer geraucht haben.
Trinken sie statt einer Tasse Kaffee lieber eine Tasse Tee.
- Überkommt ihnen das Verlangen nach einer Zigarette, so versuchen sie ihre ganze Aufmerksamkeit
einer schönen Beschäftigung zu widmen. Vermeiden Sie Gedanken an das Rauchen, es hilft ihnen
nicht, wenn sie sich Vorstellen, wie es wäre jetzt eine zu rauchen. Die Verlangensattacken
dauern meistens nur kurz und vergehen wieder mit der Zeit.
- Behalten sie die Reaktionen ihres Körpers auf den Entzug im Auge. Sie werden typische Entzugserscheinungen
haben. Ihr Körper signalisiert Ihnen so, dass er auf dem besten Wege ist, sich von den Belastungen
des Rauchens zu erholen und sich selbst reinigt. Diese Begleiterscheinungen verschwinden, aber bereits wieder nach kurzer Zeit.
- Die Sehnsucht nach einer Zigarette ist eins der ersten Dinge, die sie spüren werden, wenn sie aufhören
zu rauchen. Dieses Gefühl bleibt ein paar Minuten und verschwindet wieder. Diese Phase tritt mit der
Zeit immer weniger auf, bis sie dann fast ganz verschwindet. Nikotinpflaster und Nikotinkaugummis, sowie Ihr Arzt können Sie
beim aufhören des Rauchens unterstützen.
- Auch wenn sie einen Rückfall haben, geben sie nicht auf. Suchen sie nach dem Grund, warum sie sich nicht
mehr an ihre Vorsätze gehalten und zur Zigarette gegriffen haben. Überarbeiten sie ihre Vorsätze und
versuchen sie es weiter.
Rauchen – Hilfsmittel zum aufhören
In der Apotheke gibt es direkt für den Entzug vom Nikotin nikotinhaltige Medikamente, dazu gehören
die Nikotinpflaster und die Nikotinkaugummis. Der dabei zugeführte Nikotingehalt in den nikotinhaltigen
Medikamenten, ist bei weitem nicht so gefährlich, wie der Nikotingehalt von Tabakwaren. Wer den Umstieg
von den Tabakwaren zu den Nikotinpräparaten problemlos schafft, hat schon einen sehr guten Schritt
in die Unabhängigkeit geschafft. Beim Umstieg auf die Nikotinpräparate, sollte jeder Raucher individuell
für sich entscheiden, welche Dosierung für ihn die Beste ist.
Medikamente wirken bei Nichtrauchern anders. Nikotin selbst zeigt keine Wechselwirkungen mit anderen
Medikamenten. Zigaretten rauchen jedoch, verändert dagegen die Wirkung mancher Arzneistoffe. Dementsprechend
wirken bestimmte Medikamente stärker oder schwächer, wenn Sie nicht mehr rauchen. Bei Beschwerden sollten
sie auf jeden Fall ihren Hausarzt aufsuchen.
Nikotinpflaster
Die Nikotinpflaster versorgen den Körper nach und nach mit Nikotin, dass während einer bestimmten Zeit
über die Haut, in die Blutbahn gelangt. So wird das zunehmende Verlangen nach einer Zigarette etwas gedämpft.
Die Nikotinpflaster gibt es in unterschiedlichen Dosierungen und werden dem täglichen früheren Zigarettenbedarf
angeglichen. Die Dosierung sollte nach spätestens vier Wochen reduziert werden. Bis der Bedarf nach ungefähr
zwölf Wochen bei Null angelangt ist. Wer über eine längere Zeit kein Nikotin mehr zu sich genommen hat, sollte
keine Nikotinpflaster zu sich nehmen. Es würde die Vergiftung des nikotinfreien Körpers, mit dem plötzlichen
dosierten Nikotin in den Pflastern drohen.
Nikotinkaugummis
In der Apotheke gibt es speziell für Raucher Nikotinkaugummis. Sie wirken ähnlich wie die Nikotinpflaster
und sorgen schnell und nur für kurze Zeit für den Nikotinschub. Bei den Kaugummis sollte nach ca. vier bis
sechs Wochen mit der Reduzierung begonnen werden. Und in Abständen von ein paar Wochen, so reduziert werden, bis
der Nikotingehalt bei Null angelangt ist. Wer über eine längere Zeit kein Nikotin zu sich genommen hat,
sollte keine Nikotinkaugummis mehr zu sich nehmen. Es würde die Vergiftung des nikotinfreien Körpers, mit dem
plötzlichen dosierten Nikotin in den Kaugummis drohen.
Autor: Sandra Hahn
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