Archäologische Funde in Teneriffa
Aufgrund archäologischer Funde kann davon ausgegangen werden, dass Teneriffa seit höchstens dreitausend Jahren von
Menschen bewohnt wird. Radiokohlenstoffdatierungen lassen die ältesten Funde auf ungefähr das Jahr 800 v. Chr. datieren.
Über die Gründe und den genauen Zeitpunkt der Besiedlung wird kontrovers diskutiert. Die Herkunft der kanarischen
Urbevölkerung wird in Nordafrika und der Sahara gesehen, was ein räumlich sehr weitläufiges Gebiet mit einer Vielzahl
von Ethnien einschließt. Die Anthropologin Professor Ilse Schwidetzky führte in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts
auf den kanarischen Inseln sehr umfangreiche Knochenmessungen an Skelettresten kanarischer Ureinwohner durch und nahm
Eingrenzungen bezüglich des Ursprungs der ursprünglichen kanarischen Bevölkerung vor.
Mit moderner Gentechnik konnte im letzten Jahrzehnt eine Verwandtschaft in 40 Prozent aller Fälle der heutigen
kanarischen Bevölkerung mit der Urbevölkerung nachgewiesen werden. Der Nachweis, ob afrikanische Ethnien der
nächste Ursprung der Ureinwohner Teneriffas, der Guanchen, sind konnte bisher nicht endgültig erbracht werden.
Dies scheiterte insbesondere am Fehlen zeitnaher historischer Genmaterialien von Seiten der Guanchen und der
nordafrikanischen Bewohner auf der anderen Seite. Aufgrund des Fehlens jeglicher Erzvorkommen auf Teneriffa
waren die Ureinwohner in einer dauerhaften Steinzeit verhaftet. Dennoch verfügten die Guanchen über ein
komplexes Schriftsystem. Heute gilt Teneriffa insbesondere als ein Anziehungspunkt des europäischen Tourismus.
Wer übernachtend in einer Ferienwohnung Teneriffa
kennen lernen möchte, sollte sich vorher in entsprechender Literatur oder in einem
Teneriffa Forum auf seine Reise vorbereiten.
Autor: Andreas Mettler
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