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Reisen & Touristik - Weltweit - Informationen über Norwegen

 

 

Wandern in Norwegen

Die ersten Tage vor unserem Trip durch Norwegen verbrachten wir damit, in der Hauptstadt Oslo noch notwendige Dokumente und Ausrüstung zu besorgen. Dann konnten wir unsere Tour beginnen. Nach einer siebenstündigen Busfahrt, etwa 200 Kilometer auf holprigen Wegen Richtung Süden, erreichten wir unseren Ausgangspunkt. Auf 1.000 m Höhe beginnend, führte uns unser Weg vorbei an kargen Stein- und Geröllfeldern, eingebettet in einer üppig bewachsenen Berglandschaft. Über Hängebrücken überquerten wir reißende Flüsse und gelangten in den 1900 Meter hoch gelegenen Zielpunkt in der Nähe des Glittertind, dem zweithöchsten Berg Norwegens.

Dabei kam es zu den ersten Begegnungen mit Maultieren, dem einzigen Transportmittel dieser für Kraftfahrzeuge unzugänglichen Region. Hier machten wir eine wichtige Erfahrung: man sollte sich vorher vergewissern, ob gerade eine Maultierkolonne im Anmarsch ist, bevor man eine Hängebrücke betritt! Ein Wettereinbruch mit lang andauernden Regenfällen, die in zunehmender Höhe in Schneefall übergingen, begleitete uns und versuchte, uns die Laune zu verderben. Doch schließlich wurden wir am sechsten Tag der Tour mit dem ersten ungetrübten Blick auf unberührt wirkende Natur belohnt.

Die Schneehöhe war, wir hatten ca. 2100 Meter Höhe erreicht, schon beträchtlich. Auch wenn uns durch zurückkehrende Wanderer berichtet wurde, für eine Überschreitung des Passes läge bereits zuviel Schnee, ließen wir uns nicht entmutigen.


Norwegen Hafen von Honningsvåg
Norwegen am Briksdalsbreen
Norwegen Hafengebaeude in Bergen

 

Mit zunehmender Höhe beobachteten wir einen ständigen Wechsel der Landschaftsformen, für deren Anblick wir uns begeisterten. Die hochalpinen Verhältnisse, das Gepäck (es wog 25 Kilo) und der fast einen halben Meter hohe Schnee trugen ihren Teil dazu bei, dass der durchschnittlich sechs Stunden lange Marsch einer Tagesetappe dem Körper sehr viel Kraft und Kondition abverlangte.

Zwischendurch wurden wir neben der grandiosen Landschaft durch die frohgelaunte Bevölkerung belohnt, die immer ein freundliches "Guten Tag" für uns übrig hatten. Am siebten und achten Tag legten wir in ca. 2300 Meter Höhe eine Pause ein, um uns zu akklimatisieren. Wir mussten unsere Kräfte zurückgewinnen und wollten der Gefahr der Höhenkrankheit aus dem Wege gehen. Danach ging es durch karge Berglandschaft weiter.

Das Wetter, die Höhe und die Atemnot machten uns dabei ganz schön zu schaffen. Die Temperaturen lagen jetzt mittlerweile bei ca. Minus 10 Grad! Die Schneefälle waren für ein erfolgreiches Erreichen unseres nächsten Tagesziels kein gutes Vorzeichen. Am nächsten Morgen erwartete uns jedoch, völlig unerwartet, strahlender Sonnenschein. Frohen Mutes nahmen wir die "letzten Meter", in Wirklichkeit fünf weitere Stunden Fußmarsch, in Angriff.

Am frühen Nachmittag standen wir alleine an einem der höchstgelegenen Berge Norwegens. Angesichts der uns umgebenden Ruhe und der mächtigen Bergriesen, in Verbindung mit den bisher auf uns genommenen Strapazen, war unser Gefühl erhebend und unbeschreiblich schön.